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 02.November 2008

 

 

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02.November 2008
Die überlastete Schulter  >>

Seit dem Bestehen von Computerarbeitsplätzen läßt sich ein starker Anstieg unterschiedlicher Schmerzsymptome im Bereich der Schulter beobachten. Einseitige und vorwiegend sitzende Tätigkeiten, stereotype Fehlhaltungen, zu wenig Bewegung, aber auch zu starke Beanspruchung, z.B. durch zu hohen Trainingsumfang/-Intensität und mangelnde Regeneration im Sport, gelten als Hauptursachen.

Beim Symptom Schulterschmerz sind zunächst halswirbelsäulenbedingte Nervenwurzelirritationen differenzialdiagnostisch abzuklären, was bei streng lokalisierbarem Schulterschmerz leicht, bei häufig diffusem Schmerzbild aber eher schwierig ist, weil auch eine gegenseitige Beeinflussung Halswirbelsäule /Schulter bestehen kann. Aus diesem Grund ist eine eingehende Schulterdiagnostik unumgänglich.

Die wichtigsten für den Schulterschmerz verantwortlichen Überlastungsschäden:

  1. subakromiales Engpaß-(Impingement) Syndrom
  2. Schleimbeutelentzündung (Bursitis subacromialis)
  3. Sehnenentzündung (Tendinitis) M.supraspinatus
  4. Sehnenansatzentzündung von Muskeln der sog. Rotatorenmanschette am Tuberculum majus (M. supraspinatus und M.infraspinatus)
  5. Aktive Triggerpunkte = Muskelschmerzauslöser mit oder ohne Übertragungsphänomen) im Schultermuskulaturbereich

Diagnostik:

  • Ausführliche Schmerzamnamnese
  • Schulterfunktionstests (Schmerzhafter Bogen, Neer Test, Außenrotation und Abduktion gegen Widerstand)
  • Micro-Analyse
  • Triggerpunkt-Diagnostik
CAVE: Keine Nervenblockade mit Hilfe eines Lokalanästhetikums in den schmerzenden Schulterbereich injizieren lassen! Keine Arthroskopie! Irreparable Gelenkskapsel-, Gewebs- und Nervenschädigungen können die Folge davon sein!

Therapie:

  • Micro-Therapie - Programme: Impingementsyndrom, Bursitis, Gelenkschmerz, Triggerpunkte
  • Triggerpunkt-Therapie
  • SMT (sanfte Manual-Therapie)
  • Schmerzstillende Medikamente wenn nötig
  • Medizinische Trainingstherapie (nach Abklingen der Akut-Phase)
CAVE: Keine Kortisoninjektionen in das Gelenk!
Keine Nervenblockaden mit Lokalanästhetika in den schmerzenden Bereich injizieren lassen!
Keine Antidepressiva oder Muskelentspannungsmittel einehmen!

Alle diese Maßnahmen sind nicht ohne Risiko und können zu erheblichen Problemen und irreparablen Schäden führen!

Sehr oft lassen sich Schultergelenksprobleme mit Hilfe der Triggerpunkt-Therapie über die Muskulatur positiv beeinflussen. Denn in vielen Fällen sind es nur Muskel‑/Sehnenschmerzauslöser (sogenannte Triggerpunkte), die in der das Schultergelenk umgebenden Muskulatur aktiv geworden sind. Aktive Trigger „vergesellschaften“ sich aber meist auch bei einer mechanischen Problematik der Schulter dazu, so daß allein schon die Behandlung dieser Schmerzauslöser zu einer raschen Linderung der Beschwerden führen kann.

M.supraspinatus   M.infraspinatus

Aktive Triggerpunkte (X) und ihr Übertagungsschmerzmuster (rot) im M.supraspinatus.
Die Symtome ähneln haarscharf denen eines Impingmentsyndroms oder einer Bursitis subacromialis.

 

Übertragungsschmerzmuster (rot)
und Lage der entsprechenden Triggerpunkte(X) im rechten M.infraspinatus.
Seine Trigger verursachen Schmerzen an der hinteren und vorderen Schulter. Häufig ziehen sich die Schmerzreize hinein in den Arm bis in die Hände.

Für die Behandlung von Schulterproblemen ist es wichtig die Funktionszusammenhänge der Muskeln zu berücksichtigen. Denn nur auf dieser Grundlage kann die für den einzelnen Fall passende Behandlungsweise gefunden werden. Im Wissen um diese Zusammenhänge liegt sehr oft der Schlüssel für eine optimale Behandlung von schwierigen und chronischen Schulterschmerzen, die dem Patienten mitunter auch eine Operation ersparen kann.

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19.Oktober 2008
Muskel- und Bewegungsschmerz Triggerpunkte  >>

Schmerzen des Bewegungs- und Stützapparates, die unter Belastung zunehmen, bezeichnet man - im Gegensatz zum „Ruheschmerz“ - als „Bewegungsschmerz“. Ein Problem, das ständig zunimmt und dem sowohl Allgemeinmediziner als auch Fachärzte (Orthopäden) vielfach ratlos gegenüber stehen. Schmerzen des Rückens, der Schulter, der Hüfte, der oberen und unteren Extremitäten und der Gelenke gehören dabei zu den von Hilfesuchenden am häufigst genannten Beschwerden.

Die Ursache von Muskel- und Bewegungsschmerzen liegt in den meisten Fällen daran, daß Triggerpunkte (= Muskelschmerzauslöser) aktiv geworden sind, was aber leider nur in den seltensten Fällen erkannt wird, weil viele Ärzte und Therapeuten die Triggerpunkt-Medizin nicht kennen oder sie einfach nicht akzeptieren wollen. Das wiederum ist darauf zurückzuführen, daß Mediziner weder während des Studiums noch während ihrer Facharztausbildung in irgend einer Weise dazu angehalten werden, sich auch sinnvollen Alternativen zu öffnen.
Dazu kommt auch noch, daß man Triggerpunkte in Röntgen-, Kernspin- oder Ultraschalluntersuchungen (noch) nicht sichtbar machen kann, weshalb sie in den Augen der meisten Mediziner und Therapeuten nicht existieren und somit nicht Schmerzauslöser im Muskel- und Skelettsystem sein können.

Diese Ansicht ist fatal!

Triggerpunkte verursachen den Betroffenen heftige Schmerzen, deren Ursache nur nach einer exakten Untersuchung des Patienten mit speziallen Diagnostik- und Meßgeräten festgestellt werden kann. Diese etwas zeitaufwendige Untersuchung ist unbedingt erforderlich, weil sie das Aufspüren aktiver und latenter Trigger in den schmerzenden Muskelarealen ermöglicht.
Sehr oft wird die Untersuchung dadurch erschwert, dass die Triggerpunkte sich nicht direkt am Ort der Schmerzempfindung befinden, sondern von einer ganz anderen Stelle des Körpers aus ein sogenanntes „Übertragungsphänomen“ auslösen.
So zum Beispiel können Schmerzen des Iliosakralgelenkes (ISG) durch Triggerpunkte in der Wade ausgelöst werden, Triggerpunkte des Schulterblatthebers (M.Levator scapulae) lösen nicht nur Schmerzen um das Schulterblatt herum aus, sondern können Schmerzen und Gefühlsstörungen bis in den Lendenwirbelsäulenbereich und sogar bis in das Gesäß und die Beine übertragen.

Zusätzlich können Brustschmerzen, die sich wie Angina-pectoris Beschwerden äußern durch Trigger im M.Levator scapulae ausgelöst werden. (s.Abb.)

Muskelschmerz, Bewegungsschmerz Triggerpunkte

Werden die aktiven, schmerzauslösenden Triggerpunkte nicht rasch erkannt und behandelt, kann es zu Veränderungen der Nervenzellen im Rückenmark kommen, so daß man schon nach realtiv kurzer Zeit von chronischen Rückenschmerzen spricht. Und in der Folge reagieren die überempfindlichen Schmerzübrtragungsnerven der Triggerareale schon auf geringste Belastungen - aber auch in Ruhe - mit Schmerzsignalen an das Gehirn.

Wird nun die Ursache der Schmerzen nicht erkannt oder nur unzureichend behandelt, entwickelt sich für den Patienten nicht selten eine typische sogenannte „Schmerzkarriere“, in der erfahrungsgemäß sämtliche verfügbare Therapien „ausprobiert“ werden ohne jedoch den ersehnten Heilerfolg zu erreichen.

Echte Abhilfe schaffen können hier nur spezifische Behandlungsmethoden nach erfolgten speziellen Diagnostikverfahren wie Statikanalyse, Messung der Wirbelsäulen und Gelenkbeweglichkeit, spezifische Triggerpunkt-Diagnostik, Micro-Analyse, Schmerzanamnese mit Hilfe eines Triggerpunkt-Schmerz- und Screening- Bogens, sowie die genaue Befragung des Patienten nach möglichen Auslösern der Beschwerden, die ausschließlich dem professionellen Behandler - (Vorsicht vor sog. Trittbrettfahrern ohne fundierte Ausbildung!) - zur Verfügung stehen.

Jeder Arzt und Therapeut muß zukünftig bei Klagen seiner Patienten über Beschwerden an Triggerschmerzen denken. Die meisten Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems sind in irgendeiner Form mit der Existenz von Triggern verbunden. Auf Dauer wird es schwer sein, sich der Logik der Triggerpunkt-Medizin zu verschließen
Die Triggerpunktmedizin ist eine wissenschaftlich begründete Methode, die eine Bereicherung und zukünftig ein integraler Bestandteil der Schulmedizin sein muß
 — Dr.med.W. Bauermeister, Begründer der Triggerpunkt-Medizin

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29.September 2008
Triggerpunkt und Ligament Injektionen (Infiltrationen)  >>

Immer wieder und immer öfter werden Patienten, die an akuten oder chronischen Rückenbeschwerden leiden, auch mit Injektionen direkt in die schmerzauslösenden Muskeln behandelt. Dabei wird eine schwache Dosis eines Lokalanästhetikums in die Triggerpunkte (=Muskelschmerzauslöser) injiziert.
Die therapeutische Wirkung besteht darin, die kontrakten Muskelfasern des Triggerpunkts mechanisch mit Hilfe der Injektionsnadel zu trennen. Das Betäubungsmittel verhindert, dass dieser Eingriff schmerzt.
Ein Triggerpunkt hat im Durchschnitt die Größe einer Erbse aber oft auch nur die eines Stecknadelkopfes.
Es bedarf also schon einer gewissen „Kunstfertigkeit“, das Anästhetikum punktgenau in den Knoten (Trigger) zu injizieren, weil die Nadel allzuleicht von dem beweglichen Zielpunkt abgleiten kann. In einem solchen Fall wird naturgemäß nicht der Schmerzpunkt beruhigt, es werden vielmehr die in diesem Muskelareal befindlichen stillen (latenten) Triggerpunkte gereizt, wodurch die Schmerzen um ein Vielfaches gesteigert werden.

Die Behandlung von Triggerpunkten und im besonderen von Ligamenta mit Injektionen hat aber noch weitere Nachteile: Gewöhnlich hinterlässt die Nadel einen Injektionsschmerz, der mehrere Tage anhalten kann. Zu beachten ist aber dabei, daß die Wirkungsdauer je nach Lokalanästhetikum nur bei 2-12 Stunden liegt. Ebenso wie bei jedem anderen invasiven Verfahren besteht auch bei Injektionen die Gefahr, daß Nerven, Blutgefäße oder andere morphologische Strukturen geschädigt werden. Mögliche, wenn auch sehr seltene Nebenwirkungen der Lokalanästhetika reichen vom Krampfanfall bis zum Herzstillstand.

Leider werden Injektionen und Infiltrationen von orthopädischer und allgemeinmedizinischer Seite immer noch als „Standardtherapie“ angesehen, doch fehlen nach wie vor Beweise für die Wirksamkeit dieser Methode. Erwiesen ist jedoch, daß Triggerpunkt- und Ligamentinjektionen erhebliche Risiken für die Patienten bergen.

Zum Abschluß noch ein Auszug aus einer aktuellen britischen Studie und neuesten Untersuchungen:

„Limited evidence, in studies that included chronic patients, suggests that the efficacy of trigger point or ligamentous injections is equivocal. There is “little” evidence specifically for acute low back problems.
Ligamentous and sclerosant injections are invasive and can expose patients to serious potential complications.”

Resümee: Von Muskelproblemen betroffene Patienten sollten auf alle Fälle einen nach internationalem Standard ausgebildeten Triggerpunkt-Spezialisten aufsuchen, ehe sie sich einer Infiltration unterziehen.

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21.August 2008
Akuter Rückenschmerz – Was tun?  >>

Anfallsartige und sich hartnäckig haltende Rückenschmerzen könnten vielfach vermieden werden, wenn die Alarmsignale beachtet und Sofortmaßnahmen eingeleitet würden.
Solche Schmerzattacken kündigen sich meist lange vor diesem Ereignis an, der Patient leidet unter Bewegungseinschränkungen, dumpfem Schmerz im LWS-Bereich mit oder ohne Ausstrahlung ins Gesäß, die Beine und/oder in die Leiste, sowie häufig auch an Schlafstörungen durch Ruheschmerz. All diese Beschwerden können sich derart verstärken, dass der Betroffene buchstäblich „zu Boden geht“, sich nicht mehr aufrecht halten kann. Die vom Arzt gestellte Diagnose ergibt keine Bandscheibenproblematik.

Im Akutstadium wird dann oft zu Selbsthilfemaßnahmen gegriffen – Überwärmungsbäder, Schmerzmittel, Salben etc. lösen das Problem jedoch nicht. Die weitere Konsultation eines Arztes wird also unvermeidlich, aber der Leidensweg setzt sich in vielen Fällen dennoch fort. Akutfälle werden nämlich meist mit Spritzen oder Infusionen behandelt oder die vermehrt praktizierte „Neural“-Therapie wird eingesetzt, das heißt die Schmerzpunkte werden „gequaddelt“ oder infiltriert (= Lokalanästhetika werden in Schmerzauslöser injiziert), was bei einem Großteil der Fälle zu noch heftigeren, unerträglichen Schmerzen führt. Aber auch die sogenannte „Manual“‑Therapie bleibt so gut wie wirkungslos, sie kann hingegen die Schmerzen ebenfalls verstärken. Dazu kommt meist noch die übliche Verschreibung von Schmerzmitteln in Kapsel/Tablettenform, kombiniert mit „Magentabletten“ zur besseren Veträglichkeit, was jedoch meist keinesfalls die Schmerzen lindert geschweige den zur Heilung führt. Vielmehr haben diese Medikamente zahlreiche Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall etc. zur Folge, weshalb davon dringend abzuraten ist!

Besonders hingewiesen muß in diesem Zusammenhang auf die Gefahren bei der Verwendung von „Muskelentspannungsmittel“ werden. Sie führen zum Verlust der Muskelkoordination. Zudem besteht bei längerer Einnahme Suchtgefahr!

In solchen Fällen liegt die Ursache klar auf der Hand: Das beschriebeneBeschwerdebild lässt zweifelsfrei auf hohe Triggerpunkt(=Muskelschmerzauslöser)-Aktivitäten schließen, die auf sämtliche der angeführten Behandlungsmethoden höchst aggressiv reagieren, den Schmerz meist noch verstärken und den Patienten beinahe verzweifeln lassen. Diese Trigger können sowohl lokal geortet werden, aber auch einen Übertragungsschmerz auslösen, der oft in einer weit entfernten Körperzone zu spüren ist.

Trigger lassen sich in einem speziellen Verfahren, das nur dem voll ausgebildeten Triggerpunkt-Therapeuten vorbehalten ist, auflösen, wodurch der Schmerz nachhaltig beseitigt, der Teufelskreis endgültig durchbrochen und die „Alltagsbeanspruchbarkeit“ des Patienten wieder erreicht wird.
(Siehe Link: Schmerztherapie/Behandlungsvarianten)

Abschließend soll der Begründer der modernen Triggermedizin,
Dr.med. W. Bauermeister, zu Wort kommen:

Jeder Arzt und Therapeut muß künftig bei Klagen seiner Patienten über Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat auch an Triggerpunkt- schmerzen denken. Die meisten Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems sind in irgend einer Form mit der Existenz von Triggern verbunden.
Bleiben sie daher beharrlich und erwarten Sie nicht von Ihrem Arzt, daß er die Triggerpunkt-Medizin sofort akzeptieren wird. Die Programmierung der Ärzte durch Studium und Facharztausbildung verhindert oft, daß sie sich für Alternativen in der Medizin öffnen.
Auf Dauer wird es allerdings schwer sein, sich der Logik der Triggerpunkt-Osteopraktik® zu verschließen.

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21.Juni 2008
Konservative Behandlung der Kniegelenk-Arthrose  >>

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Aus Sicht des Triggerpunkt-Schmerztherapeuten ist bei Arthrose-Problemen von Injektionen ins Kniegelenk strikt abzuraten. Auch die Wirkung der beliebten Topfenwickel oder sogenannter spezieller Gels ist in diesen Fällen gleich Null.
Und zu Operationen bzw. für ein künstliches Kniegelenk sollte der Patient sich erst in allerletzter Konsequenz entscheiden, denn wir kennen heutzutage eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, die beste Ergebnisse erwarten lassen. Eine der wirksamsten Methoden ist die in Amerika schon seit vielen Jahren erprobte und erfolgreich eingesetzte, in unseren Breiten leider noch wenig bekannte, Micro-Therapie. Diese Behandlungsform mit ihren speziellen Arthrose- und entzündungshemmenden Programmen wird vor allem in der Schmerz-Therapie eingesetzt und wird – sobald sich die ersten untrüglichen Zeichen einer wesentlichen Linderung einstellen – mit einer speziellen medizinischen Trainingstherapie ergänzt. Zudem bietet die Naturheilkunde eine ganze Palette hervorragender Heilmittel, die den Patienten zusätzlich zur Verfügung stehen.

Fazit: Betroffene sollten zunächst auf alle Fälle einer konservativen erfolgversprechenden kombinierten Behandlung wie die Micro-Therapie und die medizinische Trainingstherapie den Vorzug geben und sich zu einem so schwerwiegenden Eingriff wie eine Operation bzw. ein künstliches Kniegelenk erst dann entschließen, wenn alle anderen Möglichkeiten voll ausgeschöpft wurden.

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25.Mai 2008
Mögliche Ursachen bei Schmerzzuständen in den Beinen  >>

Ein Einschnitt von einem Salzburg Tagesanzeiger

In der für medizinische Anfragen vorgesehenen Rubrik einer renommierten Tageszeitung findet sich zum oben angeführten Problem die Stellungnahme eines Facharztes, der aus dem dargestellten Beschwerdebild eine Irritation einer Nervenwurzel zu erkennen glaubt.
Dieser Vermutung kann nur bedingt zugestimmt werden, weil es bei Läufern sehr oft vorkommt, daß während des Laufens sogenannte Triggerpunkte
(= Muskelschmerzauslöser) in der Glutealmuskulatur aktiviert werden, die ein Übertragungsphänomen von einer Gesäßhälfte ausgehend über die Rückseite der Oberschenkelmuskulatur bis hin zu Wade und Fußsohle auslösen können, was häufig mit dem „Ischiasschmerz“ verwechselt wird.

Doch auch wenn nach orthopädischer und neurologischer Abklärung auf sogenannte harte Daten (Abnützung der WS, Bandscheibenproplematik etc.) verwiesen wird, sollte man die Möglichkeit (Wahrscheinlichkeit) von Triggeraktivitäten, die sich dazu „vergesellschaftet“ haben könnten, nicht vernachlässigen. Werden diese durch eine fachgerechte kombinierte Behandlung zunächst beruhigt und schließlich beseitigt, so steht meist einem schmerzfreien Lauftraining nichts mehr im Wege.
Um dies zu erreichen ist es unerläßlich, eine Schmerzanalyse mit Triggerdiagnostik sowie eine Statikanalyse von einem Schmerz- und Triggerpunkt-Therapeuten (Osteopraktiker) durchführen zu lassen.
Daß dies in Österreich kaum geschieht, weil die Triggerpunktmedizin hierzulande leider weitestgehend immer noch unbekannt ist, ist ein bedauerliches Faktum.

Fazit: Es wäre wünschenswert, bei der Diagnose-Erstellung nicht immer in erster Linie die Bandscheiben und Nervenwurzeln im Auge zu haben, sondern ganz bewußt auf Triggerpunktaktivitäten zu achten und zu versuchen die beschriebene Problematik über die Muskulatur zu steuern.

Durch Triggerpunkte verursachte Übertragungsschmerzen...

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04.Februar 2008
Fehldiagnosen und ihre Folgen  >>

Ein Patient aus dem Burgenland leidet seit 2002 rechtsseitig an starken Kopf- Schulter- Arm- und Rückenschmerzen. Diese Schmerzen haben sich ab dem Jahr 2004 auch auf die unteren Extremitäten (Knie, Hüfte, Füße) ausgedehnt.
Während dieser Zeit hat der Patient wegen unerträglicher Schmerzen mindestens 15 Ärzte und Therapeuten konsultiert, die ihn zwar alle behandelt haben, aber nicht helfen konnten. Der vom Patienten während seiner Erstkonsultation in meiner Praxis ausgefüllte Schmerzfragebogen liest sich fast wie ein Krimi – der Mann wurde mit Spritzen, schmerzstillenden Medikamenten, Rheumamitteln, Chiropraktik, Akupunktur, physiotherapeutischen Maßnahmen (Moor, Fango, Massagen, Heilgymnastik etc.) behandelt, was aber zu keiner Besserung der Beschwerden insgesamt und auch zu keiner vorübergehenden Schmerzlinderung geführt hat. Im Gegenteil: Durchgeführte Infiltrationen im HWS-Bereich, starke Schmerz- und Rheumamedikamente, Bewegungstherapien, Massagen etc. brachten nicht den gewünschten Erfolg sondern verstärkten die ohnehin unerträglichen Schmerzen noch zusätzlich. Und damit noch immer nicht genug, wurde letztendlich diese Behandlungs-Pattstellung mit psychischen Problemen, will heißen „Einbildung“ erklärt.

Doch schon die Analyse des oben erwähnten Schmerzfragebogens ließ den Schluß zu, daß es sich in diesem Fall um ein „Mixed Pain-Syndrom“ handelt.
Die Triggerpunkt‑Diagnostik samt den dazugehörigen Analysen (FK‑Analyse, MFA, Micro‑Analyse) bestätigte, daß zwei Schmerzmuster aufeinander treffen würden:
„Nozizeptiver Schmerz“ (= durch Triggerpunkte verursachter Schmerz) und
„Neuropathischer Schmerz“ (= Nervenschmerz).

In der Schultergürtelmuskulatur (M.Trapez. u. M.Lev.scap.) und in der Schulterblattmuskulatur (Mm.Rhomb. u. M.Infrasp.) konnten hochaktive Triggerpunkte aufgespürt werden, die nicht nur die Kopf-Schulter- und Armschmerzen auslösten, sondern auch ein Übertragungsphänomen der Schmerzen und Gefühlsstörungen (Kribbeln, Taubheit) bis in den Rücken und in die untere Extremität verursachten.

Die sofort eingeleitete Triggerpunkt-Schmerztherapie kombiniert mit Micro‑Therapie brachte für den Patienten schon nach der ersten Behandlungseinheit beschwerdefreie Intervalle, d.h. die Schmerzen hielten sich schon nach der ersten Behandlungswoche in Grenzen und es gab bereits völlig schmerzfreie Tage.

Fazit: Alle seit dem Jahre 2002 am Patienten durchgeführten Therapien waren von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil nicht erkannt wurde, daß es sich in diesem Fall um ein „Mixed Pain Syndrom“ handelt, das einer dafür vorgesehenen speziellen Therapie bedarf.

Herkömmliche Maßnahmen, wie z.B. Infiltrationen (direkt in Triggerpunkte!!), Massagen, Bewegungstherapien, Chiropraktik, harte medikamentöse Therapien etc. waren gänzlich kontraindiziert und haben daher das Gegenteil bewirkt: Der Leidensweg des Patienten wurde hoffnungslos verlängert.

Nach seiner ausweglos scheinenden therapeutischen Odyssee im östlichsten Bundesland ist er nun in Salzburg gelandet und es geht ihm, obwohl die osteopraktischen Behandlungen noch nicht abgeschlossen sind, bereits so gut, daß er demnächst mit einer med.Trainingstherapie (MTT) beginnen kann.

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13.Dezember 2007
Die Triggerpunkt-Schmerztherapie (Osteopraktik®) in Österreich  >>

Es ist kein Geheimnis, daß die Triggerpunkt-Schmerztherapie (Osteopraktik®) in Österreich bisher noch nicht den Siegeszug antreten konnte, wie das beispielsweise in Deutschland längst der Fall ist – die Gründe dafür liegen in der Natur dieser Methode, sie hat ihren Ursprung in den USA, ist in Europa noch jung und daher der österreichischen Bevölkerung noch weitestgehend unbekannt.

Das ist verständlich. Unbegreiflich hingegen erscheint die Tatsache, daß ein Großteil der österreichischen Ärzte wenig bis gar nichts mit dieser großartigen Methode anzufangen weiß, wobei ein Ost/West-Gefälle auffällt, das heißt, daß im Wiener Großraum doch einigen wenigen Ärzten die Behandlungsmethode bekannt ist. In den westlichen Bundesländern, namentlich in Salzburg, kennen nur ganz wenige Ärzte diese Methode, empfehlen sie aber aus voller Überzeugung ihren Patienten.

Es ist also nur ein Frage der Zeit, bis die Triggerpunkt-Schmerztherapie auch hierzulande allgemein bekannt ist und von schmerzgeplagten Hilfesuchenden in Anspruch genommen werden kann.

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12.Dezember 2007
Aus der Triggerpunkt-Forschung
Triggerpunkte mögen keine Injektionen  >>

Immer wieder berichten Patienten, daß ihre Rückenschmerzen, Ischialgien, Lumboischialgien, ISG-Problematiken, Nackenschmerzen etc. neuraltherapiert, mit Lokalanästhetika infiltriert oder mit Spritzen behandelt wurden, wodurch sich die Beschwerden in manchen Fällen zwar kurzzeitig gebessert haben, anschließend jedoch umso massiver aufgetreten sind.

Dazu ist folgendes anzumerken:
Bei sämtlichen Beschwerden am Bewegungs- und Stützapparat handelt es sich vorwiegend entweder um aktive Trigger (Schmerzauslöser) oder um Triggeraktivitäten, die sich zu einem Trauma, Gelenksproblemen oder einer Wirbelsäulen, Bandscheiben, oder Beckenproblematik dazu vergesellschaftet haben.
Erfolgt nun eine Spritzenbehandlung direkt in den schmerzenden Muskel, so können auch die vorhandenen latenten Triggerpunkte gereizt werden und sogar neue Trigger entstehen (Erkenntnis aus der Triggerpunkt-Forschung) und zwar mit dem traurigen Ergebnis, daß die Schmerzen für die Patienten unerträglich werden - und sie zunächst nicht mehr weiter wissen.

Hier kann der Osteopraktiker (Triggerpunkt-Schmerztherapeut) helfen, er weiß Rat und verfügt über die geeignete Behandlungsmethode für solche Fälle.

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04.November 2007
Patienten-Anfragen bei Rückenschmerzen  >>

In der Wochenendausgabe einer renommierten Tageszeitung beschreibt ein von Rückenschmerzen geplagter Läufer in seiner Anfrage dem Sportmediziner seine heftigen Beschwerden, die ihm das Laufen unmöglich machten. Und er erwähnt auch, daß bei einer genauen Untersuchung ein Bandscheibenvorfall festgestellt wurde und der behandelnde Orthopäde die Läufer-Laufbahn für beendet hielt.

Dazu ist aus osteopraktischer Sicht folgendes festzustellen:
Nicht selten ergeben CT oder MRT bei ischialgie-ähnlicher Ausstrahlung die Diagnose oder zumindest den Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall, der für die Schmerz-Ursache gehalten wird. Doch häufig kommt es vor, daß es sich bei dieser Diagnose lediglich um einen sogenannten Nebenbefund handelt, was bedeutet, daß der eigentliche Bandscheibenvorfall „stumm“ verläuft und es zu keiner Irritation der Nervenwurzeln kommt. In diesem Fall liegen die Schmerz-Auslöser in Strukturveränderungen der Muskulatur, den sogenannten Triggerpunkten. Triggerpunkte (Muskelschmerzauslöser) sind Verdickungen, Verkürzungen und Verhärtungen kleiner Bezirke der Muskulatur, in welchen die Muskelfasern unter Dauerspannung stehen und sich nicht mehr entspannen können. Die Folge sind Einschränkungen der Muskelarbeit und damit verbundene lokale Stoffwechselstörungen, die zu erheblichen Schmerzen führen können.

Gerade bei Läufern, aber auch Menschen mit Fehl- und/oder Überbelastung, z.B. am Arbeitsplatz, können Trigger im Lumbal-Bereich sowie in der Gluteal-Muskulatur Prolaps-ähnliche Symtome auslösen. Sollte jedoch tatsächlich ein akuter Bandscheibenvorfall mit Nervenwurzel-Irritation vorliegen, so vergesellschaftet dieser sich immer auch mit Trigger-Aktivitäten. Für diesen Fall sollte sich der Patient unter allen Umständen einer Triggerpunkt-Diagnostik durch einen qualifizierten Osteopraktiker (siehe unten: Newsflash 25.Okt.07) und gegebenenfalls einer intensiven ostopraktischen Behandlung unterziehen, wobei die Behandlungsdauer vom Schweregrad der Erkrankung abhängt.

Mittlerweile wird in Fachkreisen immer häufiger die Ansicht vertreten, daß eine Bandscheiben OP immer der allerletzte Ausweg bleiben sollte. Wichtig ist auch zu bedenken, daß der pathologische Befund durch eine Röntgen- Kernspin- oder Computertomographie zwar ernst zu nehmen ist jedoch keinesfalls überbewertet werden soll, da auch Menschen mit nachgewiesenen Bandscheibenschäden über einen langen Zeitraum beschwerdefrei sein können.

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25.Oktober 2007
Vorsicht bei der Auswahl des Triggerpunkt-Therapeuten  >>

Die Triggermedizin hat ihren Ursprung in den USA und wurde von Dr.med Wolfgang Bauermeister nach Deutschland gebracht, wo sie weiter entwickelt wurde und sich als Trigger-Osteopraktik etabliert hat. Inzwischen hat sich diese Disziplin in Deutschland nicht nur durchgesetzt, sie erfreut sich wegen ihrer Effizienz und signifikanten Erfolge auch regen Zuspruchs. Diese Tatsache ruft nun zunehmend sogenannte „Trittbrettfahrer“ auf den Plan und zwar sowohl unter der Ärzteschaft als auch in den Reihen der Physio- und anderer Therapeuten, die auf den „fahrenden Zug“ aufspringen, ohne jemals die sehr anspruchsvolle Ausbildung zum Osteopraktiker an der Ausbildungsstätte Dr.Bauermeisters auch nur ansatzweise absolviert zu haben. Das ist absolut unlauter und den hilfesuchenden Patienten nicht zumutbar.

Diese Mogel-Methode des „Trittbrettfahrens“ ist nun offenbar nach Österreich, wo die Triggerpunkt-Medizin noch in den Kinderschuhen steckt, übergeschwappt. Immer mehr Behandler unterschiedlichster Bereiche nennen sich „Triggerpunkt-Therapeuten“, und bieten diese Behandlungsmethode auch tatsächlich an, ohne jemals auch nur einen Fuß in das Schmerz- und Triggerpunkt-Ausbildungszentrum Dr. Bauermeister gesetzt zu haben. Um jedoch regulären Anspruch auf diese Bezeichnung zu haben, ist eine fundierte Ausbildung, die bisher nur am Institut Dr.Bauermeister angeboten wurde, Voraussetzung für eine Zertifizierung, die zur Ausübung der Schmerz- und Triggerpunkt-Osteopraktik berechtigt.

Patienten sollten deshalb bei der Wahl ihres Triggerpunkt-Therapeuten sehr genau auf dessen Qualifikation achten, denn ein Scharlatan auf diesem Gebiet kann großen, vielleicht sogar irreparablen Schaden anrichten.

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