Trainingslehere:
Propriozeptives Training
- Schulung des automatischen Gleichgewichts
Das seit einigen Jahren auf dem Gebiet der Rehabilitation erfolgreich eingesetzte propriozeptive Training findet zunehmend auch im Bereich des präventiven Gesundheitssports und im Leistungssport Beachtung.
Unter Propriozeption versteht man die Eigenwahrnehmung des Körpers.
In den Gelenkskapseln, Sehnen und Muskeln befinden sich empfindliche Sensoren. Diese informieren das zentrale Nervensystem über unsere Stellung im Raum sowie über jede, durch Bewegung veränderte, Körperposition. Das zentrale Nervensystem verarbeitet diese Informationen und gibt die notwendigen Bewegungsbefehle an den Stütz- und Bewegungsapparat zur Erhaltung des Gleichgewichts weiter. Dieser Mechanismus läuft auf einer uns nicht bewussten Ebene ab.
Das Ziel des propriozeptiven Trainings liegt in einer Verbesserung der Tiefensensibilität zur Stabilisierung der Gelenkfunktionen im Sinne einer Haltungsregulation. Dies bedeutet, das Trainieren von Muskelkraft und Dehnfähigkeit der stabilisierenden Rumpfmuskulatur allein genügt nicht, um automatisch eine richtige, gute Haltung einzunehmen und den ständigen Störeinflüssen und Belastungen auf den Stütz- und Bewegungsapparat im Beruf und besonders im Sport, standzuhalten.
Vielmehr muß das Zusammenspiel der Muskeln und das eigene Körpergefühl für eine bestimmte Position trainiert werden.
Ständiges Wiederholen bewirkt, die bewusste Steuerung einer Bewegung im Gehirn zu programmieren. Diese Bewegungsprogrammierung führt letztlich in eine unbewusste und automatisierte Ausführung von Bewegungsabläufen.
Propriozeptives Training sollte ebenso täglich durchgeführt werden, wie ein Dehn- oder Kräftigungsprogramm, wobei schon ca. 5 Minuten genügen.
Propriozeptive Übungen |